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Qualifikation:
Bevor ein Trabrennpferd am Rennbetrieb teilnehmen darf, muss es sich qualifizieren. 2-jährige Pferde müssen eine Kilometerzeit von 1:30 Min. erreichen, 3-jährige und ältere 1:25.
Probelauf:
Pferde, die sechs Monate oder länger nicht gestartet sind oder durch Rennverstöße gesperrt oder zu häufig in Folge disqualifiziert waren, müssen einen Probelauf absolvieren, der so etwas wie eine "Wiederqualifizierung" ist.
Trabreiten:
Ein qualifiziertes Trabrennpferd ist automatisch auch zum Trabreiten zugelassen.
Pferde, die in Galopp verfallen (fachlich: springen, anspringen), werden disqualifiziert. In einem solchen Fall spricht man von einer „Disqualifikation rot“ (d.rot). Aber auch eine unreine Gangart (z.B. Gangart Pass oder der sog. „Dreischlag“) wird von der Rennleitung oder dem Zielrichter geahndet, in diesem Fall wird „Disqualifikation blau“ (d.blau) bekannt gegeben. Darüber hinaus kann die Rennleitung ein Pferd auch wegen eines groben Fouls (d.RL) aus dem Rennen nehmen. Sämtliche Disqualifikationen können direkt während des Rennens aber auch mittels einer offiziellen Überprüfung nach dem Rennen ausgesprochen werden.
Jeder Fahrer/Reiter erhält eine Geldstrafe bei Verstoß gegen das Reglement. Bestraft werden beispielsweise unkorrektes Fahren im Einlauf, zu häufiger Gebrauch der Peitsche, Behinderung eines Mitkonkurrenten, Verstoß gegen die Startvorschriften, falsche Rennfarben usw.
Bei besonders groben Verstößen kann es sogar zu einem Fahrverbot auf Zeit kommen.
Von der Rennleitung (Zielrichter) wird entschieden, wie überlegen ein Pferd bzw. die ersten Pferde gesiegt haben. Maßgeblich für die Reihenfolge ist die vorderste Spitze des Pferdes, also die Nüstern. Das Maß wird sowohl in Pferdelängen und kürzer angegeben, als auch als Bewertung: Überlegen, Leicht, Sicher, Kampf; Kurzer Kopf, Kopf, Hals, 1/2L(änge), 3/4L, 1L, 1 1/4L, 1 1/2L usw.
Die Gewinnsumme (=Startsumme) ergibt sich aus den von dem Pferd in seiner gesamten Rennlaufbahn bislang gewonnenen Beträgen.
Offene Rennen:
An offenen Rennen dürfen nur Pferde mit ähnlich hoher Gewinnsumme (z.B. nicht mehr als €5.000) teilnehmen, um ein ausgeglichenes Feld zu gewährleisten.
Handikaprennen:
Um auch Pferde mit verschiedenen Gewinnsummen gegeneinander antreten lassen zu können, werden Handikaprennen veranstaltet. Hierbei bekommen Pferde ab einer festgelegten Gewinnsumme eine Zulage von 20 bis 50m. Handikaprennen werden daher mit Bänderstarts ausgeführt.