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Die Ausrüstung eines Trabers besteht aus vielen Utensilien. Im Rennen werden Hilfsmittel wie Gummiglocken oder Gamaschen benutzt, die zu mehr Trabsicherheit, Geschwindigkeit und Erhaltung der Gesundheit des Pferdes führen sollen.

Die unter allen Trensen frei wählbare Renntrense wird mit einem Overcheck unterstützt, der den Pferdekopf hoch hält und dem Pferd mehr Trabsicherheit bietet.
Blendenzaum mit Halbschalen:
Werden am Zaumzeug des Pferdes befestigt und bieten einen Sichtschutz, der etwa die Hälfte des Sichtfeldes des Pferdes abdeckt.
Blendenzaum mit Viertelschalen:
Werden am Zaumzeug des Pferdes befestigt und bieten einen Sichtschutz, der etwa ein Viertel des Sichtfeldes des Pferdes abdeckt.
Sandschutz Augen:
Dieses Textilstück wird über die Augen des Pferdes über dem Zaumzeug befestigt. Das Pferd sieht wie durch ein Fliegengitter, aber es kann kein Sand in die Augen des Pferdes gelangen. Manche Pferde mögen es nämlich nicht, wenn ihnen der aufgeschleuderte Sand des vorderen Pferdes auf die Stirn oder in die Augen spritzt. Sie halten dann zu viel Abstand zum Vordermann oder fallen überhaupt weit zurück. Auch vermeiden sie das Überholen eines vorderen Pferdes, wenn sie "sandig" sind.
Sandschutz Maul:
Eine Art halber Gittermaulkorb wird dem Pferd über die Nüstern gelegt und am Zaumzeug befestigt. Auf den meisten Rennbahnen ist dieser Sandschutz nicht zulässig, da er etwa 2-3cm vor der Pferdenase liegt und somit das Rennergebnis verfälschen könnte.
Pullrolle:
Wird unter der Kehle des Pferdes befestigt und verhindert ein Pullen des Pferdes.
Stachelzügel:
Ein Stück Leder mit aufgenieteten Stacheln wird links oder rechts auf der Innenseite des Zügels in Höhe des Pferdehalses befestigt. Dies soll eine Biegung des Pferdes in die jeweilige Richtung verhindern.
Haube:
Wird entweder unter das Zaumzeug gelegt und ist das ganze Rennen über fix, oder wird über das Zaumzeug gelegt und kann bei Bedarf mittels einer dünnen Schnur, die an den beiden Haubenohrspitzen und neben dem Fahrer am Sulky befestigt ist, "gezogen" werden. Es gibt Hauben, die innen keine Gummibeschichtung haben und durch die das Pferd somit, wie durch einen dicken Stoff, gedämpft hören kann. Bei den Hauben mit Gummibeschichtung innen hört es dagegen recht wenig vom hektischen Renngeschehen.
Ohrstöpsel:
Diese Schaumstoffbällchen werden vor dem Rennen in die Pferdeohren gesteckt und sind bei Bedarf zu ziehen.
Zungenband:
Pferden, die die Zunge über die Trense legen und somit der Einwirkung der Trense entgehen, wird oft die Zunge an den Kiefer angebunden. Dies geschieht nur für die Dauer des Rennens und wird mit einem weichen Band oder auch einem Nylonstrumpf gemacht.
Leiterzügel:
Sind doppelte Zügel, die in bestimmten Abständen durch Querriemen verbunden sind und daher einer Leiter ähneln. Der Fahrer hat mit diesen Zügeln besonders guten (Gegen-)Halt und auch beim Nachgreifen sofort die selbe Zügellänge auf beiden Seiten.
Das Geschirr besteht aus Selett, Brustblatt, Bauchgurt und Schweifriemen.
Suspensorium: Manche Hengste brauchen ein Suspensorium, weil sie ihre Hoden im Rennen nicht aufziehen und sie das schmerzt. Es wird am Geschirr befestigt.
Gummiglocken (in verschiedenen Stärken und somit Gewichten):
1. Schutz des Pferdeballens, wenn die Hinterbeine des Pferdes oft auf die vorderen schlagen. 2. Beschwerung der Vorderbeine, damit diese mehr Schwung bekommen.
Gamaschen:
Schutz der Pferdebeine, falls das Pferd bei hohen Geschwindigkeiten mit den Hufen seine eigenen Beine streift.
Sehnenschoner:
1. Schutz der Pferdebeine, falls das Pferd bei hohen Geschwindigkeiten mit den Hufen seine eigenen Beine streift. 2. Unterstützung und Schonung der Sehnen.
Streifkappen:
Schutz des Pferdegelenkes, falls das Pferd bei hohen Geschwindigkeiten mit den Hufen seine eigenen Beine streift.
Kniebänder:
Sind innen gepolsterte Kunststoffschalen, gleich wie Gamaschen, und werden auf der Innenseite des Vorderknies angebracht. Sie dienen zum Schutz des Vorderfußwurzelgelenks (= Vorderknie) falls das Pferd durch den Schwung der hohen Geschwindigkeit mit den Hufen das Gelenk streift.
Seitenstangen:
Werden am Sulky befestigt. Dienen dem Geraderichten bzw. der Spurkorrektur des Pferdes, falls dieses nach links oder rechts drängt.
Traber haben Spezialhufeisen aus Aluminium, die viel leichter sind als herkömmliche Hufeisen. Es gibt auch sehr viele Spezialhufeisen für Traber, um das Abfußen zu beschleunigen oder zu bremsen, um die Huf- und Gelenksstellung zu beeinflussen oder um Gewicht auf verschiedene Stellen zu legen, damit in der schnellen Bewegung der Schwung dort verstärkt wird.
Beispiele:
Schwammerleisen, Schwanzerleisen, geschlossene Eisen, Keileisen