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Die großartige Serie des im Besitz seiner Züchterin Petra Biendl laufenden Medhufushi hatte auch im mit 30.000 Euro dotierten Finale der „Deutschen Amateur-Meisterschaft“ Bestand. Bereits zum 13. Mal en suite zeigte der fünfjährige Wallach der Konkurrenz die Eisen und bescherte seinem Fahrer Marian Tux nach 1992 zum zweiten Mal den Sieg in Deutschlands wichtigster Prüfung für Hobbyfahrer.
Der 60-jährige Niederbayer übernahm mit dem von Helmut Biendl trainierten Co-Favoriten wie schon im Vorlauf am Donnerstagabend umgehend die Spitze, die er diesmal nicht mehr abgeben sollte. Als der von Rita Drees bereits im ersten Bogen aus fünfter Position eingesetzte Let the music play wenig später an später an seiner Seite erschien, nahm Medhufushi die Herausforderung an und machte sich an der letzten Ecke leicht und locker von seinem Begleiter frei.
Der mit einer Zulage ins Rennen gegangene Wings of Crown (Peter Platzer) wurde nach einem passenden Rennverlauf in der Außenspur Dritter vor German Bellini (Heinrich Berger), der in der Schlussphase den Kontakt zum Piloten nicht mehr halten konnte, und Zillion EMC (Bernd Nebel), der nach einem Patzer auf der Startgeraden als drittes Pferd bis zum Einlauf innen jeden Meter Boden sparte. Mit der kleinsten Prämie zufrieden sein musste Alien's Kiss (Christian Schulz), der hinter einer Phalanx nicht mehr voran kommender Gegner für mehr zu spät auf freie Bahn gelangte.
Auch das Finale B um 13.371 Euro gewann ein Gespann aus dem ersten Band. Der für Ulrich Mommert kurzfristig eingesprungene Sönke Gedaschko servierte dem Außenseiter Brentano an dritter Stelle ein Rennen nach Maß. In der Distanz hatte der Hengst, mit vier Jahren der jüngste Teilnehmer im Feld, keine Mühe, die von Heinrich Tack sehr offensiv vorgetragene Lavita und Bronco Be (Jörg Hafer) auf die besseren Plätze zu verweisen.
Zweiter Höhepunkt des Abends war das älteren Stuten vorbehaltene „Bruno-Cassirer-Rennen“ (30.000 Euro), das auf das Konto der von Dion Tesselaar aufgebotenen Yamira Limburgia ging. Den starken Eindruck aus dem von Yquem Rich vor der fehlerhaften Alpha Degato gewonnenen Vorlauf, als sie aus siebter Position für den Ehrenplatz nur einen Schritt zu spät gekommen war, bestätigte die Dunkelbraune im Finale vollauf.
Nachdem sich die aus dem dritten Band sehr gut abgekommene Holländerin auf der Tribünengeraden an sechster Stelle auf den Vormarsch begeben hatte, erhielt sie ausgangs des zweiten Bogens in der Schwedin Alpha Degato (Conrad Lugauer) ein willkommenes Führpferd, mit dem sie auf der Zielgeraden in der ausgezeichneten Zeit von 1:14,7 Minuten kurzen Prozess machte. Die nach ihrem überlegenen Vorlaufsieg favorisierte und von Thomas Panschow nach etwa 750 Metern an der Spitze installierte Yquem Rich stand das Pensum diesmal nicht durch und musste in der Distanz auch noch die anfangs führende Außenseiterin Zwetlana's Wish (Robbin Bot) vor sich anerkennen.
Die letzte Prämie kassierte aus hinteren Regionen Mona Lisa As (Cees Kamminga), während die Vorlaufsiegerin Vanity Fame B (Rick Wester) keine Rolle spielte. Yours or mine und Key of Life Diamant, die in ihrer Qualifikation die Plätze zwei und drei belegt hatten, scheiterten ebenso wie Donna Clara früh an Galoppaden.