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Die Favoriten stehen im ersten Band

Let the music play und Medhufushi mit den besten Aussichten im Finale um die „DAM“

Von Volker Hohn

In den Vorläufen am Donnerstagabend haben fast alle gemeinten Pferde das Finale um die „Deutsche Amateur-Meisterschaft“ erreicht. Die beeindruckendste Vorstellung gab der von der amtierenden Championesse Rita Drees gesteuerte Let the music play (Foto), der sich auch in der Außenspur ohne Führpferd nicht aufhalten ließ und bei seinem fünften Sieg en suite mit 1:16,6 Minuten die mit Abstand schnellste Zeit der vier Vorlaufsieger erzielte.

Zu schlagen hat der Rapp-Hengst im 30.000-Euro-Finale vornehmlich den bereits zum zwölften Mal in Serie erfolgreichen Medhufushi, von dem sein Steuermann Marian Tux in aller Bescheidenheit sagte: „Der macht alles von allein. Da konnte ich nichts verkehrt machen.“

Barbara Ann, die in der Hand von Karin Walter-Mommert zur Seriensiegerin avancierte, war im Einlauf rasch überlegen voraus, während Winning Love mit Marie Lindinger seinen Vorlauf im Topspeed gewann.

So kamen die zwölf Teilnehmer ins Finale:

1 Hale Berry ließ sich vom Piloten den Weg weisen; mischte bis ins Ziel gut mit.
2 Medhufushi erwischte den besten Start; überließ eingangs der Tribünengeraden German Bellini das Kommando; wendete das Blatt auf der Endgeraden aus dritter Position wieder mühelos zu seinen Gunsten.
3 Jamaica Diamant sparte nach gutem Beginn als zweites, später drittes Pferd innen jeden Meter Boden; kam für den Ehrenplatz nur einen Schritt zu spät.
4 Let the music play trat ausgesprochen schlecht ein; setzte schon im ersten Bogen vehement nach; musste sich das Rennen außen selbst gestalten; strebte im Einlauf einem souveränen Erfolg entgegen.
5 German Bellini übernahm nach dem ersten Bogen von Medhufushi die Führung; vermochte sich auf der Zielgeraden nicht mehr zu behaupten und rettete gerade noch das zweite Geld.
6 Zillion EMC hielt sich im Feld sehr lange bedeckt; eroberte im Topspeed den Ehrenplatz.
7 Barbara Ann war streckenweise außen auf sich selbst gestellt; verabschiedete sich an der letzten Ecke zu einem überlegenen Sieg.
8 Ion Diamant lag nach schlechtem Start noch im Schlussbogen am Ende des Feldes; brachte sich im Speed gut zur Geltung.
9 Wings of Crown wurde erst in der Schlussphase eingesetzt; konnte auf den letzten Metern Winning Love nicht kontern.
10 Royal Justina hielt sich bei durchweg hohem Tempo im Feld lange bedeckt; fand in der Schlussphase auf kurzem Weg eine optimale Passage.
11 Winning Love kam sehr schlecht weg; war noch im letzten Bogen am Ende des Feldes auszumachen; wurde weit außen immer stärker und steckte kurz vor der Linie den Kopf in Front.
12 Alien's Kiss erwischte aus dem dritten Band einen guten Start; kam in der Endphase aus sechster Position sehr gut auf Touren; zog für Rang zwei nur knapp den Kürzeren.

Sehr offen ist das mit 13.371 Euro dotierte Finale B, in dem es der Vorjahressieger Tornado TY (Dieter Steghofer), der in seinem Vorlauf eine auf der Gegengeraden gestartete Attacke nicht durchstand, u.a. mit Nepomuk (Detlef Hilgen), Dialetta (Thomas Maassen), Bronco Be (Jörg Hafer) und den ein Band günstiger postierten Veto Hollande (Ferdinand Hirsch) und Lavita (Heinrich Tack) zu tun bekommt.