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Anky Kievitshof und Gondolin als Top-Favoritinnen

Auch mit Angelique Transs R war zu rechnen – Überraschung durch Vin Race

In den Vorläufen für das „Arthur-Knauer-Rennen“ trennte sich nicht nur die Spreu vom Weizen, sondern blieben auch einige hoch gehandelte Kandidatinnen auf der Strecke. Insbesondere Helmut Biendl und Roland Hülskath, die in allen vier Qualifikationen am Start waren, durften mit dem Abschneiden ihrer Schützlinge nicht zufrieden sein, denn beide brachten nur jeweils eine Stute ins am kommenden Samstag stattfindende Finale.

Ihrer klaren Favoritenstellung gerecht wurden die beim sechsten Start bereits ihren vierten Sieg feiernde Gondolin (Foto) mit Detlef Fleischer („Heute war sie absolut top.“) und die mit Robin Bakker in der Erfolgsspur bleibende Anky Kievitshof, die mit 1:17,4 die schnellste Zeit erzielte. Nur eine Zehntelsekunde langsamer war Angelique Transs R (Trainer Hans Bot: „Mit leichteren Vordereisen geht sie jetzt besser, und mit Heinz Wewering hatten wir den besten Fahrer.“), die ebenso ihre Maidenschaft ablegte wie die in der Hand von Uwe Zevens („Mit einem neuen Gebiss ließ sie sich sehr gut regulieren.“) für eine handfeste Überraschung sorgenden Vin Race.

Gondolin deckt ihre Karten nicht auf

Den 1. Vorlauf ließ sich die mit 13:10 top-favorisierte Gondolin nicht entgehen. Die Schwarzbraune übernahm unmittelbar nach dem Start die Spitze, wo sie nach Belieben schalten und walten durfte. Ohne ihre Karten aufdecken zu müssen gewann sie leicht mit einer Länge Vorsprung vor der in ihrem Fahrwasser voll mithaltenden Sirmione Way. Recordtime, die nach dem ersten Bogen im Sog von Kamina weitergekommen war, hatte im Schlussbogen die dritte Stelle übernommen, die sie auch in der flotten Schlussphase behauptete.

Die höher eingeschätzte Jaquelin wurde nach einem Rennen als drittes Pferd an der Innenkante Vierte vor Hiltonparis, die aus fünfter Position nicht durchdrang und Mitte des Einlaufs rumpelte. Kamina, die sich ausgangs des ersten Bogens an vorletzter Stelle ohne Führpferd auf den Vormarsch begeben hatte, sprang eingangs des Schlussbogens neben der Pilotin, Tatienne wurde nach 1.100 Metern am Ende des Feldes gemaßregelt.

Vin Race dominiert Start-Ziel

Für eine am Toto mit 234:10 notierte Überraschung sorgte im 2. Vorlauf Vin Race, die sofort nach dem Senken der Flagge das Kommando übernahm, das sie bis ins Ziel nicht mehr abgab. Die vorsichtig eingetretene und zunächst in fünfter Position auszumachende More Muscles verbesserte sich gegenüber von der dritten an die zweite Stelle, verlor im Schlussbogen ein paar Längen auf die Pilotin, die sie auf der Zielgeraden nicht mehr wettmachen konnte.

Die brav mitlaufende Akasha Mo belegte deutlich geschlagen Rang drei vor der nach gut einer Runde an zweiter Stelle stark nachlassenden Impala Jaycee und Graceland, die nach dem ersten Bogen in vierter Position von den Beinen geraten war. Die ausgangs des zweiten Bogens aus dem Rücken der führenden Vin Race eingesetzte Favoritin Almasi machte kurz darauf einen Fehler und war nach einem weiteren Patzer Ende der Überseite endgültig aus der Partie. Irancy war bereits vor der Marke in der Luft.

Angelique Transs R zieht voll durch

Die nach Ausfällen zweier Konkurrentinnen früh von der fünften an die dritte Stelle vorgerückte Angelique Transs R sicherte sich den 3. Vorlauf. Nach einer Runde ging die Dunkelbraune in die Offensive, legte sich ausgangs des Schlussbogens noch einmal kurzfristig hinter die führende Inara und zog auf der Zielgeraden unwiderstehlich davon. Die aus vorletzter Position streng an der Innenkante gesteuerte Floriane erreichte auf kurzem Weg ebenso das Finale wie Action Transs R, die im Schlussbogen die Lage hinter der Pilotin zwar nicht mehr hatte halten können, sich dann aber im Einlauf außen noch einmal anbot.

Weil die vom Ende des dezimierten Feldes kommende Lady Maud wegen Dreischlags in der Distanz aus der Wertung genommen wurde, kassierte die nach langer Führung zu Beginn des Einlaufs einbrechende Inara das vierte Geld. Nefertiti fiel nach rasantem Beginn im ersten Bogen an der Spitze, Aphrodite Eden nach ca. 750 Metern in dritter Position aus.

Anky Kievitshof macht viel Eindruck

Auch Anky Kievitshof holte sich aus dem Feld heraus den 4. Vorlauf, den Alabama Kievitshof wegen einer während der Abschlussarbeit aufgetretenen Lahmheit auslassen musste. Bei einer ersten Attacke aus fünfter Position eingangs gegenüber ließ sie sich noch von Jessica Alba abblocken. Ende der Überseite setzte sie erneut in dritter Spur an, kam zügig voran und übernahm ausgangs des Schlussbogens, wo die vom Fleck führende Jitanes nicht mehr auf den Beinen zu halten war, die Spitze.

Hinter der souveränen Favoritin lösten die speedige Indikid und die aus zweiter Position innen nach Kräften mithaltende Bella B die letzten Tickets für den Entscheidungslauf. Die an dritter Stelle lange mitmischende Jessica Alba wurde nach einer Galoppade an der letzten Ecke Vierte vor AttrAktion, die am Ende des Feldes zeitig von der Bildfläche verschwand.