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Starterfeld für Stutenderby-Finale steht
(mspw). Mit einer sensationellen Vorstellung hat sich die dreijährige Stute Vin Race (Foto), die Trainer Uwe Zevens aus Bedburg-Hau erst vor gut vier Wochen gekauft hat, am Sonnabend auf der Trabrennbahn in Berlin-Mariendorf für das Finale des Arthur-Knauer-Rennens, auch Stuten-Derby genannt, am kommenden Samstag an gleicher Stelle qualifiziert.
Vin Race gewann einen der vier Vorläufe als 234:10-Außenseiterin und steht nun nach dem ersten Sieg ihrer Karriere überhaupt im mit 50.000 Euro dotierten Endlauf. „Wir haben etwas am Gebiss verändert“, verriet Uwe Zevens, der Vin Race in Berlin auch steuerte, das Geheimnis für die Leistungsexplosion der Fuchsstute, die bis vor vier Wochen noch von Gerd Holtermann in Bladenhorst trainiert worden war. Zevens: „Die Veränderung am Gebiss der sensiblen Stute hat sich gelohnt. Zuvor war sie auch nicht schlecht gelaufen, doch sie ließ sich schlecht regulieren und baute meist nach 1.500 Metern ab.“
Hinter der vom Gestüt Lauvenburg in Kaarst gezogenen Stute schaffte die höher eingeschätzte More Muscles mit dem 43-jährigen Thomas Panschow aus Bladenhorst als Zweite ebenfalls den Finaleinzug, den die am Toto auf 13:10 herunter gewettete Almasi mit Heli Biendl ebenso verpasste wie die fehlerhafte Irancy mit Roland Hülskath aus dem Stall von Marion Jauß.
Großes Rätselraten herrschte nach dem Vorlaufsieg von Gondolin, die der Münchner Detlef Fleischer in einer „Spazierfahrt“ Start/Ziel ins Finale brachte. Fleischer forderte der Stute, die seiner Frau Christine gehört, im langsamsten aller vier Vorläufe nicht mehr als unbedingt nötig ab, so dass er mit der eher bescheidenen durchschnittlichen Kilometerzeit von 1:18,2 Minuten ins Ziel kam. Bei ihrem letzten Auftritt vor dem Berliner Ausscheidungsrennen war Gondolin als Zweite noch 1:15,5 an gleicher Stelle getrabt.
Im letzten Jahr noch hatte Marion Jauß mit Kataja die Siegerin im Stuten-Derby gestellt. Diesmal blieben ihre Kandidatinnen Kamina und Irancy mit Roland Hülskath nach Fehlern schon in ihren Ausscheidungsrennen hängen. Immerhin schaffte Hülskath mit der dritten Jauß-Stute Indikid, die in ihrem Vorlauf Zweite wurde, noch den Sprung ins Finale.
Vor allem von Kamina, die mit einer Siegform angereist war, hatte man sich einiges mehr versprochen. Doch Kamina patzte in aussichtsreicher Position zu Beginn des Schlussbogens und war damit aus der Partie.
Es war ohnehin nicht der Tag der Spitzenfahrer Roland Hülskath und Heli Biendl. Hülskath brachte auch die ihm anvertraute Nefertiti, die für niederländische Farben aufgeboten wurde, nicht fehlerlos über die Distanz. Heli Biendl muss nun nicht nur auf einen Start mit Almasi im Finale in einer Woche verzichten. Auch Inara wird nach einer fehlerhaften Vorstellung im Ausscheidungslauf fehlen.
Altmeister Heinz Wewering pilotierte Angelique Transs R für den niederländischen Kistenfabrikanten Cees Guldemond als 34:10-Siegerin in das Stuten-Finale, das als Zweite auch Floriane mit Thomas Panschow erreichte.
Im letzen Ausscheidungslauf schafften Anky Kievitshof mit dem Niederländer Robin Bakker aus Deurze und Indikid mit Roland Hülskath den Finaleinzug. Dabei hinterließ Anky Kievitshof, die sich als 12:10-Favoritin überlegen durchsetzte, wohl den nachhaltigsten Eindruck aller 27 Final-Kandidatinnen.
Als jeweils zeitschnellste Dritte konnten sich auch Action Transs mit Cees Kamminga und Bella B mit Heinz Wewering für das Finale qualifizieren.