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King Kahn mit der meisten Puste

Drees-Schützling nach 2.600 Metern vorn

(mspw). Beim 20. Saison-Start ist der Knoten bei King Kahn geplatzt. Am Donnerstag gewann der von seinem Besitzer Eckhardt Drees (64/Lüdinghausen) trainierte achtjährige Wallach sein erstes Rennen in diesem Jahr. Die vielfache Amateur-Championesse Rita Drees (68/Gronau-Epe) steuerte den „King“ über die Marathon-Distanz von 2.600 Metern zu einem sicheren Erfolg. Voxfords mit Silvia Raspe (24/Weeze-Wemb) kam auf Platz zwei. Louis Vuitton mit „Nesthäkchen“ Marie Charlott Wewering (18/Seppenrade) im Sulky konnte im Endspurt nach einem Rennen durch die „Todesspur“ nicht mehr entscheidend zulegen, wurde Dritter.

Bei ihrem zweiten Start nach langer Pause belegte El Conchita mit Ex-Fußballer Hannes Bongartz (58/Bottrop) Rang vier. Toto-Favoritin Mona Lisa As (27:10) wurde mit Hilda F. Hofstra (39/Ureterp, NL) Fünfte. Allerdings musste die Stute 50 Meter Zulage gegenüber dem Sieger aufholen.

Das große Rätselraten war am Nienhausen Busch vor dem vierten Rennen des Tages angesagt. Denn keiner der neun Teilnehmer hatte schon einmal eine Prüfung für sich entschieden. Die Wetter hatten jedoch das richtige Näschen. Die 15:10-Favoritin Gaby Sigero enttäuschte ihre Anhänger beim ersten Karriere-Start nicht. Mit dem belgischen Spitzenfahrer Dominik Locqueneux (35) im Sulky kam die dreijährige Stute zu einem leichten Sieg mit zweieinhalb Längen gegen Zephyr Dragon mit Patrick van Ooijen (33/Herwen, NL). Eine weitere Länge zurück sicherte sich Hautevolee mit Klaus Horn (61/Marl) das dritte Geld.

Henk Grift (35/Kevelaer), Trainer von Gaby Sigero, war nach dem Debüt-Erfolg der Stute zufrieden. „Sie hat eine extrem hohe Grundschnelligkeit. Das hat die Stute eindrucksvoll unter Beweis gestellt“, strahlte Grift. „Vor Gaby Sigero liegt eine große Zukunft. Wenn sie sich weiter so gut entwickelt, ist sie ein Pferd für internationale Aufgaben.“

Kurzfristig als Nichtstarter musste Grift seinen Schützling Navajo Lavec angeben. Den dreijährigen Hengst sollte ebenfalls Dominik Locqueneux steuern. „Navajo Lavec laboriert an einer Kehlkopfentzündung. Ein Start war nicht möglich“, hatte Grift die Erklärung parat.

In Abwesenheit von Navajo Lavec schnappte sich Famous Faberge mit Stefan Schoonhoven (32/ Nije Berkoop, NL) den Sieg vor Laura As mit Andor Schute (41/Recklinghausen) und Starlight BR, die von Lehrlings-Champion Tim Schwarma (19/Weeze) gesteuert wurde.

Als Spezialist für deutliche Siege erwies sich einmal mehr Photo Phoenix mit Kurt Roeges (34/Ureterp, NL). Beim überlegenen Erfolg mit fünf Längen vor I will fight for U mit Ralf Oppoli (43/Recklinghausen) benötigte der Zielrichter erneut kein Zielfoto. Schon bei seinem letzten Auftritt am Nienhausen Busch Ende August hatte sich Photo Phoenix überlegen durchgesetzt. Damals fiel der Sieg mit zehn Längen Vorsprung sogar noch souveräner aus.

Zu seinem zweiten Sieg kam Thomas Kornau (Recklinghausen) in der siebten und vorletzten Prüfung des Abends. Der 51-Jährige steuerte Eminenz, der von Klaus Horn (61/Marl) für Ursula Meßmann (Waltrop) trainiert wird, zum ersten Saison-Erfolg beim sechsten Start. In einem packenden Endspurt setzte sich Eminenz gegen den von Robbin Bot (19/Wolvega, NL) gesteuerten Jador Cortina aus dem Besitz des Stalles Cortina von Doris Wilhelm (Köln) durch. Thomas Kornau konnte sich zuvor bereits mit Emblem in die Siegerliste eintragen.