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Arthur Knauer-Rennen-Vorläufe der Stuten
(mspw). Gleich fünf Starterinnen bietet der vielfache 59-jährige bayerische Champion Heli Biendl auf, wenn am Sonnabend 28 dreijährige Stuten auf der Trabrennbahn in Berlin-Mariendorf versuchen, sich in vier Vorläufen zum Arthur Knauer-Rennen, dessen Finale im Volksmund auch Stuten-Derby genannt wird, zu qualifizieren.
Es geht um jeweils 10.000 Euro, wobei die jeweils beiden Erstplatzierten sowie die zwei zeitschnellsten Dritten den Endlauf erreichen, der exakt eine Woche später an gleicher Stelle ausgetragen wird.
Bei dem Großangriff seines Stuten-Quintetts in den vier Vorläufen ist Heli Biendl auf Fremdhilfe angewiesen. „Ich kann halt nur viermal selbst in den Sulky steigen. Aber mit Heinz Wewering habe ich für die Fahrt hinter der Stute Bella sicherlich keine schlechte Wahl getroffen“, sieht sich Biendl mit seiner Stuten-Herde gut aufgestellt.
Und nicht nur das. Er wagt auf die Frage, welche Stute denn das Finale am 31. Juli auf der Derby-Bahn in Mariendorf seiner Meinung nach gewinnt, sogar eine äußerst optimistische Prognose. „Wer genau, das weiß ich nicht. Aber es wird mit einiger Wahrscheinlichkeit eine meiner Stuten sein.“
Biendl zu den Chancen seiner Stuten: „Sirmione Way (1. Vorlauf) patzte zuletzt im ersten Bogen, als es vor uns eng war. Sie hat sehr gut gearbeitet, kann mehr, als ihre Formen aussagen. Inara (3. Vorlauf), ebenfalls aus dem Besitz der Münchner Hannelore Weber-Berchtold und Thomas Berchtold, müsste das Finale leicht erreichen können.
Almasi aus dem Besitz des Gestüts Stormy Horses von Jörg Brandt ist frische Doppelsiegerin, überzeugte bei der Generalprobe in Gelsenkirchen. Ein sehr gutes Pferd, das sich sogar steigern kann. Sie lässt sich manchmal noch etwas bitten, reagiert dann aber prompt.“
Biendl weiter: „Jitanes, ebenfalls von Jörg Brandt, ist unglaublich schnell, für das Finale müsste es glatt gehend allemal reichen. In ihrer Entwicklung ist sie noch etwas zurück. Vielleicht kommt das Stuten-Derby für sie noch zu früh.
Auf jeden Fall hat sie Steigerungspotenzial. Sie startet zusammen mit der von Heinz Wewering gefahrenen Berchtold-Stute Bella B im vierten und wohl auch schwersten Vorlauf. Bella B ist noch launisch. Woran das liegt? Ich weiß es nicht. Sie ist halt ein Mädchen.“
Neben Heli Biendl sind auch der Mönchengladbacher „Silberhelm“ Roland Hülskath und Heinz Wewering in allen vier Vorläufen zum Arthur Knauer-Rennen vertreten.
Hülskath spannt dreimal für die Neritzer Gestütsherrin Marion Jauß an. Dass er mit der hoch eingeschätzten Kamina (1. Vorlauf) bei der Generalprobe in Hamburg auf Anhieb für Kaminas ersten Sieg sorgte, ist keine schlechte Empfehlung.
Neben Sirmione Way dürften die in Gelsenkirchen für den Sieg nur ganz knapp abgefangene Gondolin mit dem Münchner Detlef Fleischer, Heinz Wewering mit der gesteigerten Jaquelin, Hiltonparis mit Uwe Zevens aus Bedburg-Hau sowie Recordtime als aktuelle Siegerin mit Hugo Langeweg jun. die besten Chancen haben.
Im zweiten Vorlauf könnte neben Almasi die akuelle 144:10-Siegerin More Muscles (Thomas Panschow) gerade rechtzeitig in Schwung gekommen sein. Irancy (Roland Hülskath) greift mit neuem Rekord für Marion Jauß an. Vin Race (Uwe Zevens) ist stabil, aber auch noch sieglos. Akasha Mo ist durch die Verpflichtung von Heinz Wewering für seinen neuen Chef Ulrich Mommert empfohlen.
Im dritten Vorlauf müssen sich die zuletzt siegreichen Stuten Nefertiti (Roland Hülskath) und Floriane (Thomas Panschow), was die Zeiten anbelangt, noch einmal steigern, sollen Konkurrenten wie Action Transs R (Cees Kamminga) und Angelique Transs R (Heinz Wewering) sowie Heli Biendls Inara der Weg ins Finale verbaut werden.
Im vierten Vorlauf spricht alles für Anky Kievitshof, die im Buddenbrock-Rennen mit Robin Bakker als Siegerin mit phantastischem Speed imponierte. Dahinter ist alles möglich.