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(mspw). Zwei Wochen vor dem Beginn der Derby-Woche auf der Trabrennbahn in Berlin-Mariendorf (24. Juli bis 1. August) steigt am kommenden Sonntag, 11. Juli, an gleicher Stelle die Generalprobe und die wohl wichtigste Vorprüfung für das „Blaue Band“. Im mit 25.000 Euro dotierten Buddenbrock-Rennen messen zehn der besten deutschen dreijährigen Traber schon mal ihre Kräfte. Das Abschneiden dürfte wichtige Aufschlüsse im Hinblick auf das Derby geben.
Mit der Startnummer 1 geht mit Velten Couture, gesteuert von Hans-Joachim Tipke, einer der Favoriten ins Rennen. Der Hengst aus dem Besitz von Sigrid Velten (Hochheim) hat bei drei seiner vier Starts gewonnen, einmal wurde er nach einer Galoppade disqualifiziert. Besonders eindrucksvoll war Velten Coutures Triumph im Gelsenkirchener Diamond Way-Rennen (25.000 Euro) gegen einen Teil der Jahrgangsspitze. „Da ist er spazieren gegangen, hätte jederzeit noch zulegen können“, sieht Trainer und Fahrer Tipke noch Reserven.
Velten Couture trifft am Sonntag erstmals auf Super Neo, der als Zweijähriger den Preis des Winterfavoriten und das Rennen um die Breeders Crown (Züchter-Krone) dominiert hatte und mit 32.025 Euro die höchste Gewinnsumme aller zehn Teilnehmer am Buddenbrock-Rennen aufweist.
Der von Thomas Panschow gefahrene Super Neo hat in diesem Jahr aber wegen gesundheitlicher Probleme erst ein Rennen bestritten, war dabei Fünfter. Zusätzliches Handicap: Er muss am Sonntag aus der zweiten Reihe starten. Der engagierte Besitzer Henno Sürder (Odenthal) gibt sich jedoch kämpferisch: „Super Neo ist in sehr guter Verfassung, wird weiter gefördert sein. Ich glaube fest daran, dass wir am Sonntag und im Derby eine gute Rolle spielen können.“
Das gilt sicher auch für die hoch veranlagte Finca, die als einzige Stute ins Rennen geht. „Sie hat zuletzt so überzeugend gewonnen, dass jetzt auch ein Start im großen Derby gegen die Hengste und Wallache sehr gut denkbar ist. Wir mussten bisher noch nicht einmal alle Karten aufdecken“, verrät Fahrer Michael Schmid.
Zwei Starter, die noch nie auf deutschen Bahnen aktiv waren, schickt der finnische Trainer Martti Keskinen als Derby-Hoffnungen ins Rennen. Für seine Schützlinge Garant und Unikum, die beide aus der Zucht von Heinrich Platvoet (Ascheberg) stammen, hat Keskinen mit „Goldhelm“ Michael Nimczyk und Rekord-Champion Heinz Wewering zwei Spitzenfahrer verpflichtet.
Insgesamt absolvieren nicht weniger als 34 Traber, die noch eine Derby- Nennung besitzen, am Sonntag in Berlin-Mariendorf ihren letzten Test für das „Blaue Band“. Neben dem Hauptlauf messen auch im Entlastungsrennen (7.000 Euro) sowie sowie im Stutenlauf (12.500 Euro) zum Buddenbrock-Rennen zahlreiche Derby-Aspiranten ihre Kräfte.