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(mspw). Es war ungefähr so: Der siebenjährige Fuchswallach Photo Phoenix überquerte am Sonntag mit dem in den Niederlanden lebenden Belgier Kurt Roeges (34/Ureterp) im Sulky auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn als Sieger die Ziellinie. Von der Konkurrenz ist weit und breit nichts zu sehen.

In der Tat: Der Zielrichter musste schon ganz genau hinsehen, um Wishmelucktoday mit Michael Nimczyk als Zweitplatzierte zu entdecken. Bei einem Vorsprung des mit zehn (!) Längen überlegenen Photo Phoenix (Foto, bei der Siegerehrung) war zumindest bei der Feststellung nach dem Sieger kein Zielfoto erforderlich. Am Wettschalter gab es 15:10 auf Sieg.
Cabo di Roca war gleich nach dem Start von Dennis Spangenberg wie ein „Flugzeug“ schnell gemacht worden, übernahm schon nach wenigen Metern die Spitze von Miss Dynamite, die mit Stefan Musga ebenfalls bestens abgekommen war. Knapp dahinter sah man Photo Phoenix, dessen Fahrer Roeges mit der zweiten Spur für den Schützling von Besitzer und Amateurfahrer Johannes van Keeken keine Probleme befürchtete. Auch Louis Vuitton mit Robbin Bot, zuletzt Vierfachsieger in Gelsenkirchen und auf hohem Niveau auch in Berlin-Mariendorf, mischte vorne mit und ging in Führung, als vorne Cabo di Roca nachließ. Im Schlussbogen wurde es Kurt Roeges „zu bunt“. Er ergriff die Initiative, gelangte mühelos in die führende Position und lief der Konkurrenz auf der Zielgeraden leicht weg.
Whishmelucktoday war mit Michael Nimczyk, der an diesem Tag nur in einer Quali und im ersten Rennen engagiert war und damit früh „Feierabend“ hatte, im Schlussbogen außen in dritter Position auf dem Vormarsch, zog blendend durch und lief noch problemlos auf den zweiten Platz vor.
Nimczyk: „Die Stute von Franz-Josef Pellander läuft in der Form ihres Lebens. Der zweite Platz gegen einen übermächtigen Gegner war völlig ungefährdet. Da darf man zufrieden sein.“
Nur der dritte Platz blieb diesmal für Louis Vuitton und das Besitzer-Duo Marie und Sonja Wewering. Fahrer Robbin Bot: „Der Hengst war seit dem 24. Juli, als er in Berlin-Mariendorf zwei Rennen an einem Tag bestritt, nicht mehr am Start. Außerdem blieb ich rund 500 Meter in der zweiten Spur hängen. Louis Vuitton benötigt noch ein Rennen. Dann wird er wieder voll da sein.“
Miss Dynamite sammelte auf Rang vier wieder ein Platzgeld, wobei die Stute ihre Zuverlässigkeit unterstrich. Der Rest des Feldes spielte keine entscheidende Rolle.
Einen mit 52:10 honorierten Kampf-Kurzer Kopf-Sieg gab es für El Paso mit dem Gelsenkirchener Markus Bock im Sulky. Für den fünfjährigen Wallach, der Hansi Biesel-Oster und Bärbel Kasper, beide aus Gelsenkirchen, gehört, war es der dritte Sieg in dieser Saison. Markus Bock fuhr eingangs des ersten Bogens energisch in Front und wehrte an der Innenkante auf der Zielgeraden auch den Angriff von Emblem mit Thomas Kornau ab. Emblem kam zwar näher. Doch es langte nicht mehr ganz für den familien-eigenen dreijährigen Hengst, der zeitgleich mit El Paso ins Ziel kam.
Siegfahrer Markus Bock strahlte: „Wenn es auch am Ende knapp war, so habe ich die Gegner doch immer auf Distanz halten können.“ Zufrieden war auch Thomas Kornau: „Emblem, der zuletzt dreimal patzte, hatte Gelenkprobleme, die wir nun wohl behoben haben. Das Laufen war schon wieder recht ordentlich.“
Rang drei in dieser Prüfung ging an Zanne Flevo mit Roland Hülskath.
Im dritten Rennen gab es drei Nichtstarter, darunter auch Toucher d’Aumour, die Besitzer Werner Pietsch anspannen wollte. Doch morgens stellte man im Stall Fieber fest, so dass Pietsch sowohl Toucher d’Aumour als auch den später engagierten Wahtamin zu Hause lassen musste.
Der Sieg ging an Youarenumberone mit Chantal van Ooijen. Wessel Landerije, Yanneke Camstra und Hollys Ass komplettierten die Viererwette, die mit einem 31:10-Sieger stolze 9.201 Euro zahlte.