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(mspw). Mit äußerst großzügigen Ausschreibungen und Bonbons der besonderen Art hat Ulrich Mommert (69), Vorsitzender des Derby-Veranstalters Berlin-Mariendorf und Präsidiumsmitglied des Traberdachverbandes HVT, die in diesem Jahr neu konzipierte Derby-Woche vorgestellt.
„Wir sind sicher, bei der Verteilung unserer Bonbons niemanden vergessen zu haben, wollen gute Gastgeber für alle Freunde des Trabrennsports sein. Alle sollen sich so richtig auf die Derby-Woche vom 24. Juli bis zum 1. August freuen“, sagt Mommert, mit dem wir nachfolgendes Interview geführt haben.

Die Zweiteilung des Derbys, dessen Vorläufe nun erstmals eine Woche vor dem eigentlichen Derby-Sonntag ausgetragen werden, führte zu Diskussionen. Aber nachdem Sie angekündigt hatten, dass man die Erfahrungen dieser Neuerung, die im Ausland bei allen großen Traber-Nationen längst so praktiziert wird, exakt auswertet und danach das weitere Vorgehen bespricht, warten auch die Kritiker erst einmal ab.
Ulrich Mommert: Wir haben Gespräche geführt und auch schriftlich Stellungnahme bezogen. Die Erkenntnisse aus dem neuen Modus, das habe ich zugesagt, werden auf breiter Ebene für 2011 ausgewertet.
Die Derby-Bahn lockt auch inhaltlich mit einem neuen Konzept!
Mommert: Die Derby-Woche mit ihren sechs Veranstaltungen, das behaupte ich, wird so attraktiv wie vielleicht nie zuvor.
Was gibt es an wichtigen Neuerungen?
Mommert: Es kommt uns darauf an, nicht nur in die Spitze zu investieren, sondern konkret in die Breite. Es wird ein Derby-Handicap de luxe geben. Da gibt es für nur 50 Euro Einsatz in Vorläufen und Finale am 30. Juli 15.000 Euro zu gewinnen. Starten dürfen nur Pferde, die innerhalb des letzten Jahres mindestens zehnmal in Deutschland gestartet sind, dabei aber nicht über einen Durchschnittsgewinn von 125 Euro beziehungsweise 250 Euro in einem Zulage-Vorlauf hinweg gekommen sind.
Es wird auch eine lukrative Derby-Revanche 2009 geben!
Mommert: Ja, und da gibt es auch eine attraktive Dotierung. 25.000 Euro im Hauptlauf, 8.000 Euro im Stutenlauf und 5.000 Euro in der Entlastung.
Auch an die Distanz-Spezialisten haben Sie gedacht!
Momert: Die Derby-Rekordmeile ist mit 15.000 statt mit 5.000 Euro dotiert. Diese Konditionen gelten auch für den Derby-Marathon-Pokal.
Die „Stifte“ können es diesmal in einem extra dafür ausgeschriebenen Rennen ihren Lehrherren zeigen!
Mommert: Es wird ein Derby-Duell „Nachwuchs gegen Lehrmeister“ geben, damit sich der Nachwuchs an einem großen Renntag vor imposanter Publikumskulisse präsentieren kann. Über dieser Prüfung sollen 11.000 Euro stehen. Außerdem gibt es einen Nachwuchs-Pokal.
Freuen dürfen sich die Aktiven und Besucher auf eine Art „Länderspiel“ Deutschland gegen die Niederlande.
Mommert: Was in vielen Sportarten bei den Fans gut rüber kommt, das wird auch bei uns seinen Anklang finden. Aus Erfahrung wissen wir, dass die Fahrer an solche Wettbewerbe mit Engagement und Freude herangehen.
Noch weitere Stichworte?
Mommert: Gerne. Wir bieten mit dem Kombipokal einen Wettbewerb an, in dem Pferde sich sowohl im Trabfahren als auch im Trabreiten beweisen müssen. Es wird einen Lady-Cup geben, ein Derby-Zuchtbuchduell und, und, und...
Sie haben auch die durch die Neukonzeption der Derbywoche entstandenen Mehrkosten für die Anreisenden berücksichtigt!
Mommert: So ist es. Wir zahlen Zuschüsse für besonders aktive Starter. Von je weiter sie anreisen, umso höher sind die Zuschüsse. Betonen möchte ich auch, dass Dotationserhöhungen und weitere Bonbons ausschließlich durch Sponsorengelder möglich gemacht wurden.