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Heros ein wahrer Held

Lugauer gewinnt das "Criterium" 

(mspw). Das war die lohnende Entschädigung für den wegen einerfiebrigen Erkältung verpassten Derbystart im letzten Jahr. Mit turmhoherÜberlegenheit gewann der Hengst Heros, der Herbert Schütze aus Moersgehört, mit Conrad Lugauer im Sulky das mit 30.000 Euro dotierte"Criterium der Vierjährigen" auf der Trabrennbahn in München-Daglfing.

Schütze durfte für den Sieg 15.000 Euro in Empfang nehmen und strahlte:
"Die weite Anreise aus Schweden, wo sich der bayerische Trainer Lugauer um
meinen Hengst kümmert, hat sich allemal gelohnt. Unser Vertrauen in den
Hengst ist belohnt worden."

Gleich nach dem Start an die Spitze

Schon in der Anfangsphase dieses Meilenrennens hatte sich Lugauer mit
Heros, der die gute Startnummer "vier" hatte, an die Spitze des Feldes
gesetzt. Dort konnte er schalten und walten wie er wollte.

Hinzu kam, dass der vorjährige Derbyzweite Karaburan, lange hartnäckigster Verfolger von Heros, mit Heli Biendl (Ascha) im Sulky durch einen Fehler ausfiel,
nachdem für den ebenfalls hoch eingeschätzten More Magic Be mit Gerd
Biendl (München) schon nach wenigen Metern wegen eines schweren Patzers
das vorzeitige Aus gekommen war.

Riesiger Vorsprung

Der 35-jährige Conrad Lugauer, der seine Pferde in Blentarp bei Malmö
trainiert, musste den Schütze-Hengst, der bereits eine überzeugende
Generalprobe mit einem Acht-Längen-Sieg im schwedischen Halmstad hingelegt
hatte, auf der Zielgeraden nur noch bei Laune halten. Sein Vorsprung war
bereits 150 Meter vor dem Ziel so groß, dass sich Lugauer nach den
Verfolgern umschauen konnte.

Die Riesenaußenseiter U.S. Lane mit dem Berliner Benjamin Hagen (Totokurs
688:10) sowie Key of Life Diamant (Totokurs 769:10) mit Georg Frick aus
Hohenlinden belegten die Plätze zwei und drei. Erst als Vierter erreichte
der Favorit Jag Junior mit dem Oberhausener Michael Schmid die Ziellinie.

Michael Schmid enttäuscht

"Wir sind am Handicap der zweiten Startreihe in dieser Prüfung über die
Sprintdistanz von 1.609 Metern gescheitert. Ich musste mit dem
letztjährigen St. Leger-Sieger außen herum weite Wege gehen, so dass wir
in der entscheidenden Phase nichts mehr zuzusetzen hatten", so ein
enttäuschter Schmid.

Der vorjährige Derby-Fünfte Peter Burgerheide, der in den Niederlanden trainiert wird, war kurzfristig abgemeldet worden. Er hätte, genau wie Jag Junior, aus der ungünstigen zweiten Startreihe in dieses anspruchsvolle Rennen gehen müssen.