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Gustav Diamant – zur „Pokal“-Verteidigung bereit

Letzte Infos von Favoriten-Fahrer Gerhard Biendl vor der „Operation Triple"

Zum mit 30.000 Euro dotierten „Bild-Pokal“, mit dem in Gelsenkirchen am 1. Mai traditionell die große Saison eröffnet wird, reist Gerd Biendl mit Gustav Diamant an, der dieses Meilenrennen in den vergangenen beiden Jahren gewinnen konnte. Im Gespräch zeigt sich der Münchener im Hinblick auf eine erfolgreiche „Pokal“-Verteidigung optimistisch.

Wie gut ist Gustav Diamant momentan drauf?

Gerhard Biendl:
Sehr gut! Bei der Abschlussarbeit am Dienstag hat mir der Hengst ausgezeichnet gefallen.

Warum hat Gustav Diamant seinen Saisoneinstand in Italien gegeben und wie kam der dritte Platz auf der 800-Meter-Bahn von Bologna zustande?

Gerhard Biendl: Wir sind nach Italien gefahren, weil in Bayern Rennen für Pferde dieser Kategorie leider nicht mehr stattfinden. Aus der zweiten Reihe kamen wir ausgesprochen schlecht weg und waren zunächst Letzte, weil der vor uns liegende Teilnehmer am Start nicht losfuhr. Im Schlussbogen habe ich 'Gustav' in dritter Spur eingesetzt. Auf dem kurzen Einlauf hat er sich dann sehr gut angeboten. Als längster Außenseiter im Feld ist er immerhin noch Dritter geworden.

In Gelsenkirchen ist der Hengst immer gut gelaufen. Mag er den Kurs am Nienhausen Busch besonders?

Gerhard Biendl: Ja, in Gelsenkirchen hat er schon ein paar tolle Leistungen gezeigt. Das trifft aber auch beispielsweise auf Berlin und Caen zu, weil es dort ebenfalls rechts herum geht. Er mag einfach diese Art der Linienführung.

Im „Bild-Pokal“ startet Gustav Diamant mit der Nummer 7. Sehen Sie dies als großes Handicap an?

Gerhard Biendl: Bei nur sechs Konkurrenten ist der Nachteil der hohen Startnummer nicht so groß. Ich werde einen Startplatz in der zweiten Reihe wählen, die Gegner vor mir her treiben  und dann sehen, wie sich das Rennen entwickelt.

Für das Rahmenprogramm bringen Sie Quel Pin mit. Wie ist der Franzose in der Steherprüfung einzuschätzen?

Gerhard Biendl: Quel Pin ist sehr gut auf dem Posten und müsste eine prominente Rolle spielen. Beim Sieg in Daglfing waren die Gegner zwar nicht so stark, aber ich konnte mit ihm drei Mal Speed fahren. Zuletzt in Ebreichsdorf ist einfach alles schief gelaufen, als er gleich zu Beginn gesprungen ist. Diese Form muss man einfach streichen. In Daglfing trat er aus dem Band jedenfalls optimal ein, was ich auch diesmal von ihm erwarte.

Interview: Volker Hohn; Foto: traberfoto-sx