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„Stichhaltige Gründe für den neuen Derby-Modus“

HVT-Präsident Stadler: Entscheidung lange getroffen und veröffentlicht

(MSPW) Sehr ausführlich nimmt Max Stadler, Präsident des Traberdachverbandes HVT, zu Protesten, Derby-Vorläufe und Endläufe nicht mehr an einem Tag, sondern mit einem Abstand von einer Woche in Berlin-Mariendorf auszutragen. Wir veröffentlichen die Erklärung im Wortlaut:

„Vier Monate vor dem Deutschen Traberderby 2010 gibt es plötzlich Stimmen, die sich gegen eine Zweiteilung des Derbys wenden, wie sie bereits im März 2009, also vor mehr als 13 Monaten, auf Antrag des Berliner Trabrennvereins BTV beschlossen und auch im August 2009 mit der Bekanntgabe aller gehobenen Rennen durch den HVT veröffentlicht wurde.

Der Genehmigung hat der Traberdachverband HVT seinerzeit unter folgender Bedingung zugestimmt: Der BTV verpflichtet sich, allen Besitzern, die ihre Pferde wegen des neuen Austragungsmodus zurückziehen wollen, getätigte Einsätze zurück zu zahlen.

Diese Verpflichtung konnte selbstverständlich aus Gründen der sportlichen Fairness und der Planungssicherheit für alle Beteiligten nicht bis in alle Ewigkeit gelten.

Spätestens mit der Veröffentlichung der Termine am 28. August 2009 war allen Beteiligten klar, dass die Vorläufe eine Woche vor den Endläufen stattfinden werden. Bis vor einigen Tagen wurde kein einziger Rückzahlungsantrag wegen bereits geleisteter Einsätze gestellt!

Ich möchte noch einmal die stichhaltigen Gründe für den neuen Austragungsmodus anführen:

1.    Um die jungen Pferde zu schonen, wurde inzwischen weltweit in allen wichtigen Trabernationen davon Abstand genommen, Vor- und Endläufe in den Dreijährigen-Derbys an einem Tag auszutragen, sondern sie zeitlich in vertretbarem Rahmen zu trennen. Warum sollten wir uns diesen Erkenntnissen, die der Entwicklung und Gesundheit unserer Pferde dienen, verschließen?

2.    Das Derby soll besser vermarktet werden, beispielsweise auch im Ausland über die Wettanbieter PMU und ATG. Das ist nur möglich, wenn einige Tage vor der Austragung das Starterfeld feststeht und von den relevanten Stellen veröffentlicht werden kann. Wird das nicht gewährleistet, ist eine Vermarktung, wie ich sie oben geschildert habe, nicht möglich.

Diskussionen über Neuerungen wird und soll es immer geben. Es kann aber nicht sein, dass mehr als ein Jahr nach Bekanntgabe des neuen Austragungsmodus nun plötzlich Fragen aufgeworfen oder Forderungen gestellt werden, die für Irritationen bei der überwiegenden Zahl unserer Besitzer führen. Es darf in diesem Zusammenhang auch die Frage gestellt werden, weswegen nicht schon vor rund einem Jahr reagiert worden ist. Argumente für oder gegen einen neuen Modus waren seitdem bekannt und haben sich auch nicht verändert.“

Max Stadler, HVT-Präsident