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Bambi Boko und Rumpelstilzchen im Jugend Preis favorisiert
Im vergangenen Jahr siegte Gilbert Becaud in kampfstarker Manier im Jugendpreis. In diesem Jahr bietet sein Siegfahrer Jochen Holzschuh in der mit lukrativen 25.000 Euro lukrativ dotierten, über die Meile führenden Prüfung erneut ein Pferd auf, das wie der Vorjahresgewinner nach einem französischen Chansonnier benannt ist: Charles Aznavour.
Der Hengst hat in seiner Karriere bereits zweimal punkten können und holte drei gute dritte Plätze, bevor er zuletzt im Trial II zum Jugend Preis patzte. Glatt gehend sollte heute wieder einiges möglich sein. Die Favoritin in diesem kleinen, aber feinen Sechserfeld heißt jedoch Bambi Boko.
Die von Reinier Feelders trainierte und von Goldhelm Michael Nimczyk gefahrene Niederländerin bringt zwei Top-Leistungen mit an die Isar: Den Trial I zum Jugend Preis gewann sie überlegen. Im Trial II gab sie sich erst nach Kampf der beim ersten Aufeinandertreffen noch fehlerhaften, hoch eingeschätzten Gryt Burgerheide geschlagen und brach sie dabei keinen Zacken aus der Krone.
Auf die Jagd nach dem "Bambi" wird sich Josef Sparbers Rumpelstilzchen begeben. Der Österreichische Hengst rumpelte - der Name war Programm - im Derbypokal der Zweijährigen noch, löste aber in seiner Heimat bereits eine Jahrgangsaufgabe. Die Zweijährigen von Josef Sparber sind stets brandgefährlich, man erinnere sich nur an den Jugend Preis-Sieg der diesjährigen Derbysiegerin Black Attack.
Auch zwei bayerische Pferde sind keinesfalls chancenlos. Halley Jet Star (Hannu Voutilainen) gefiel mit einem feinen Ehrenplatz im Derbypokal der Zweijährigen und sollte weit sein. Moorlady Diamant, Tochter der gutklassigen Dark Moor Diamant, wurde wie übrigens auch Rumpelstilzchen extra nachgenannt und meldet mit Gerd Biendl auf Anhieb Ambitionen an. Noch lange nicht aus dem Rennen ist Jill, die in Berlin einen allzu aufwändigen Verlauf klaglos wegsteckte. Serviert Mykola Volf ihr einen etwas schonenderen Verlauf, dann ist die Love You-Tochter eine echte Alternative.