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Auf der Rennbahn in Hamburg-Bahrenfeld hat sich in den vergangenen Monaten einiges getan. Unter Federführung des Vermarkters Win Race wurde das Geläuf aufwendig instandgesetzt, mit einem Ergebnis, das sich sehen lassen kann: die Qualität der norddeutschen Traditionsbahn am Volkspark kann sich jetzt an internationalen Maßstäben messen lassen.
Doch die Renovierung der Sportstätte war nur der Anfang. Wie es weitergeht, hat uns Arne Müller, der verantwortliche Rennbahnmanager von Win Race, im Interview verraten.

Herr Müller, das neue Geläuf in Bahrenfeld ist ja schon eine Weile in Betrieb, das Feedback der Fahrer ist durchweg positiv, die Qualität der Bahn befindet sich auf internationalem Top-Niveau. Wie haben Sie das geschafft und was genau wurde anders gemacht als vorher?
Arne Müller: Das habe nicht ich geschafft, sondern das Team um den neuen Bahninspektor Martin Meyer und diverse Baufirmen, die von einem schwedischen Bahnarchitekten bestens instruiert wurden. Vereinfacht gesagt wurde alles anders gemacht als vorher, vor allem wurde Geld investiert.
Nun ist eine Bahn ja nicht nur eine Bahn – und eine Renovierung ist demnach auch etwas mehr als „nur“ die Instandsetzung des Geläufs. Was ist sonst noch neu in Bahrenfeld?
Müller: Aktuell ist ja vieles noch im Werden. Denn nachdem wir für die Hauptakteure, die Pferde, die Bedingungen verbessert haben, kommen nun die Besucher an der Reihe. Vor drei Wochen haben wir deshalb mit der Modernisierung der Tribüne begonnen. Hier werden die Besucherflächen verdichtet, um Kosten zu senken, wovon letztlich alle profitieren. Außerdem wird die Haustechnik überholt, so dass wir deutlich flexibler auf unsere Kunden eingehen können. Und in puncto Optik kann man schon jetzt festhalten: Das neue Interieur sieht super aus und erhöht die Aufenthaltsqualität deutlich.
Wie lange sind Sie eigentlich schon mit dem Umbau der Bahn beschäftigt? Wann hat das Projekt begonnen?
Müller: Aus Gesprächen mit vielen Kollegen weiß ich, dass es bereits vor Jahren Pläne für eine Modernisierung der Tribüne gab; leider wurden in dieser Zeit kaum Mittel in die Anlage investiert. Ich selbst bin seit Oktober bei Win Race und von Anfang an mit diesem Projekt betraut.
Um uns den Aufwand zu verdeutlichen – wie viele Menschen waren bislang an der Renovierung der Trabrennbahn Bahrenfeld aktiv beteiligt? Mit welchen Fachleuten, mit welchen Firmen arbeiten Sie zusammen?
Müller: Da es sich um diverse einzelne Bereiche handelt, sind wir auch mit vielen Experten an diese Planungen heran gegangen. Seitens von Win Race waren das der Geschäftsführer Dietrich von Mutius, Henner Christoph und Franziska Neumann. Beim Rennverein selbst, dem HTZ, muss man Herrn Maas heraus heben, der die Anlage wie seine Westentasche kennt. Alle Fäden liefen bei den Innenarchitekten vom Studio Heller zusammen. Insgesamt wurden die einzelnen Maßnahmen in vielen Stunden geplant und nun finalisiert.
Das alles ist mit Sicherheit nur mit einigem Betrieb auf und neben der Bahn durchzuführen. Trotzdem finden bereits seit Anfang Oktober letzten Jahres wieder regelmäßig Renntage statt. Ging da alles glatt oder kam es zu Einschränkungen durch den Umbau?
Müller: Wir hatten im Sommer 2009 zwei Monate, an denen keine Rennen durchgeführt werden konnten. Beim jetzigen Umbau, der ja nur die Besucherbereiche betrifft, wird der Rennbetrieb nicht unterbrochen. Zumindest nicht wegen der Renovierungsmaßnahmen – gegen die letzten Renntags-Absagen wegen des strengen Winters sind wir alle dagegen machtlos.
Wie geht es jetzt genau weiter, was sind die nächsten Schritte?
Müller: Neben dem Umbau müssen auch die Rahmenbedingungen und Arbeitsabläufe geplant werden. Hier sind wir guter Dinge, dass wir neben den oben genannten Zielen demnächst auch bessere Rahmenprogramme, bessere TV-Bilder und ganz einfach besseren Sport erleben können. Des Weiteren planen wir die Einführung von Eintrittspreisen nach dem Umbau. Die Eintrittspreissystematik werden wir in Kürze vorstellen. Klar ist bereits, dass wir für unsere treuen Besucher sehr günstige Dauerkarten anbieten werden.
Wann sind die aktuellen Umbaumaßnahmen beendet?
Müller: Wir sind am 1. April fertig. Und das ist kein Aprilscherz.
Planen Sie zum Abschluss dieses Großprojektes eine besondere Veranstaltung?
Müller: Die Wiedereröffnung möchten wir am 2. und am 5. April feiern. An beiden Tagen haben wir ein tolles Rennprogramm zusammen gestellt und planen auch darüber hinaus einige Highlights. Lassen Sie sich überraschen.
Wenn der Umbau vorbei ist und gewissermaßen die Abschlussrechnung auf dem Tisch liegt, was für eine Zahl steht da drauf?
Müller: Eine sechsstellige.
Wie schon gesagt: Das Feedback ist bislang von allen Seiten positiv. Aber Hand aufs Herz: Wie beurteilen Sie selbst den bisherigen Verlauf und dessen Ergebnis? Sind Sie zufrieden?
Müller: Ja, das bin ich. Aber entscheidend ist, dass die Besucher dies ebenso sehen und dass wir dadurch wieder mehr Gäste begrüßen können. Deshalb auch der Appell an unsere treuen Besucher: Nehmen Sie Freunde und Bekannte mit auf die Bahn und berichten Sie allen von der tollen Entwicklung in unserem Sport.