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Vanity Fame B und Yquem Rich in den „Cassirer“-Trials

Bemms Axel trabt Saisonrekord

Von Volker Hohn
Foto: traberfoto-sx

Nur elf Tage vor dem „Bruno Cassirer-Rennen“ in Berlin stand am Bärenkamp der Trial II für dieses Stutenrennen auf dem Programm, der auf Grund der starken Nachfrage in zwei Abteilungen entschieden wurde.

Die erste Abteilung sicherte sich ein wenig überraschend die mit feinen Formen aus Amateurfahren angetretene Vanity Fame B. Obwohl sich die von Rick Wester gesteuerte Siebenjährige bis zum Schlussbogen, wo die führende Velten Brown Sugar (Hans Joachim Tipke) das Handtuch warf, das Rennen außen selbst gestalten musste, hielt sie in einer rasanten Schlussphase die speedige Top-Favoritin Weeschtaaj (Robin Bakker) in 1:17,3 sicher auf Distanz.

Thomas Panschow, der hier mit der vom Fleck weg im Vordertreffen liegenden Gardy Burgerheide Rang drei belegte, ließ sich die zweite Abteilung mit der von Arnold Mollema trainierten Yquem Rich (Foto) nicht entgehen. Bereits ausgangs des ersten Bogens setzte sich die Love-You-Tochter an die Spitze, wo sie einen flotten Tempolauf in 1:16,3 voll durchstand.

Die nach zwei Runden aus dritter Position eingesetzte Höwings Okaleia Z (Roland Hülskath) belegte den Ehrenplatz vor der Außenseiterin Zwetlana's Wish (Robbin Bot), während die als Letzte auf die Reise gegangene Favoritin Super d'Aunou (Michael Schmid) mit der kleinsten Prämie zufrieden sein musste.

Rick Wester und Rob de Vlieger jeweils mit drei Siegen

Rick Wester punktete an diesem Abend außerdem mit dem beim ersten Passieren der Tribünen in Front gezogenen Topshine Diamant sowie für Hans Bot mit Alfons Migliore, der nach einem passenden Rennverlauf im siebten Anlauf seine Maidenschaft ablegte.

Über drei Sieger durfte sich auch Trainer Rob de Vlieger freuen. In der Hand von Robin Bakker blieb Zazou Enzelens in der Erfolgsspur und dominierte Malaga Sas von der Spitze aus. Hiltje Tjalsma, die Besitzerin der in Italien geborenen Stute, trumpfte groß auf, als sie Gandalf Hanover mit einem furiosen Sololauf zum ersten Saisonerfolg verhalf.

Auf den letzten Metern zum Erfolg

Die andere Abteilung dieses Amateurfahrens ging auf das Konto von Vito Corleone (Hans Sinnige), der sich vom sofort in Front gestürmten Lion Furniture (Silvia Raspe) bis zur Endgeraden den Weg weisen ließ, um dem Konkurrenten wie schon vor 14 Tagen auf den letzten Metern das Nachsehen zu geben.

Eine hundertprozentige Ausbeute erzielte der zweimal engagierte Tom Kooyman. Mit Wildkaiser Montana, der sich im Einlauf von seinen Verfolgern in überlegener Manier verabschiedete, stellte er bereits im ersten Bogen die Weichen auf Sieg, mit Diego Guapa, der nahtlos an seine Siegesserie aus dem Vorjahr anknüpfte, übernahm er trotz eines Startplatzes in der zweiten Reihe noch vor der ersten Zieldurchfahrt das Kommando, das ihm keiner mehr streitig machte.

Für den einzigen deutschen Besitzersieg sorgte Roland Hülskath mit Pia Krugs Bemms Axel, der sich auf der Kurzstrecke in der neuen Dinslakener Saisonbestzeit von 1:15,8 gegen Veronique Boshoeve (Michael Nimczyk) durchsetzte, die ihm auf der Schlussrunde außen als Führpferd gedient hatte.