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Dinslaken (MSPW) Montag findet der vorerst letzte Renntag auf der Trabrennbahn in Dinslaken statt. Die Gründe: Die mögliche Verkürzung der Insolvenzmasse und die ungeklärte Situation um Steuerforderungen der Finanzbehörde, gegen die Insolvenzverwalter Thomas Schmitz aus Krefeld inzwischen Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingereicht hat.

Der Zeitpunkt einer Entscheidung ist völlig ungewiss. So lange will man im Traberlager nicht warten. Deswegen hat Max Stadler, Präsident des Traber-Dachverbandes (HVT), jetzt in einem Interview „volle Unterstützung für Dinslaken“ angekündigt.
Gehen in Dinslaken in Sachen Trabrennsport jetzt die Lichter aus?
Max Stadler: Ich kann mir das nicht vorstellen. Es befindet sich dort ein neuer Rennverein bereits in Gründung. Wir wollen aktiv mithelfen, zusammen mit dem Bundesfinanzministerium die Problematik zu klären, die durch die Forderung der Finanzbehörde im Raume steht. Wir sind deshalb schon lange in engem Kontakt mit den zuständigen Stellen.
Die jetzige Dinslakener Vereinsführung hat am Montag ebenfalls erklärt, zunächst müssen die Rahmenbedingungen, insbesondere die fiskalischen, geklärt werden.
Stadler: Das sehen wir auch so. Wir führen bereits seit Wochen intensive Gespräche. Weder der Hauptverband für Traber-Zucht noch die Vermarktungsgesellschaft Win Race haben ein Interesse daran, Dinslaken als Standort für unseren Sport aufzugeben.
Der Dinslakener Rennverein hat ganz konkret erklärt, man sehe nicht ein, dass in Dinslaken andere Steuergesetze gelten sollen als in anderen deutschen Städten. Wie ist Ihre Meinung dazu?
Stadler: Totale Übereinstimmung! Gleiches Recht und gleiche Gesetze für alle.
Gibt es ein Zeitfenster für das weitere Vorgehen?
Stadler: Gespräche mit der Stadt, die Eigentümer des Geländes ist, sollten in erster Linie vom Verein geführt werden. Auf politischer Ebene bemüht sich unser Dachverband zusammen mit dem Galopper-Direktorium für Vollblutzucht und Rennen um eine vernünftige und schnelle Lösung.
Wie sieht das Ziel aus?
Stadler: Anfang Februar sollten wieder Rennen in Dinslaken möglich sein. Dazu wollen wir beitragen und gegebenenfalls Übergangslösungen mit anderen Vereinen initiieren, um einen Rennbetrieb zu gewährleisten.