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Berlin (MSPW). Der deutsche Trabrennsport hat am Wochenende, so früh im Jahr wie noch nie, in Hamburg seine Championats-Gewinner 2009 geehrt. Die Gastgeber Hauptverband für Traber-Zucht (HVT) und sein Kooperationspartner Win Race meldeten ein „volles Haus“ und erlebten eine von TV-Moderator und Filmproduzent Frederic Meisner unterhaltsam präsentierte Gala mit mehr als 150 Gästen, darunter auch Christoph Bartsch von der Behörde für Kultur und Sport als Vertreter der Hansestadt.
Dabei gab es für die Besten ihres Fachs wiederholt stehende Ovationen, als die Championats-Gewinner „aus dem Nähkästchen“ plauderten und von HVT-Präsident Max Stadler für ihre hervorragenden Leistungen ausgezeichnet wurden.
Schon gleich zu Beginn erntete auch der Hamburger Rennvereins-Präsident Peter Heitmann Applaus, als er bekannt gab, man werte es als gutes Zeichen, dass die Veranstaltung in Hamburg stattfinde. Heitmann: „Das steht für einen Neuanfang in unserer Stadt.“ Das Hamburger Trab-Zentrum (HTZ) war bekanntlich kürzlich wieder in die Vereins-Gemeinschaft unter dem Dach des HVT zurückgekehrt.
Und dann verlief die Gala im Hotel Hafen Hamburg genau so, wie es sich Präsident Max Stadler gewünscht hatte: „Heute keine große Politik, nichts über Wetten, sondern ein fröhlicher Abend, an dessen Ende alle sagen können, dass es so wieder öfter sein müsste.“

Moderator Frederic Meisner entlockte den Championats-Gewinnern zahlreiche „Episödchen“, die im Publikum wiederholt für Schmunzeln sorgten. Als er den alten und neuen „Goldhelm“ Michael Nimczyk einen „Pferdeflüsterer“ nannte, strahlte der 23-Jährige aus Willich.
Doch auf seine Zukunftspläne angesprochen, blieb der zweitjüngste Titelträger aller Zeiten zurückhaltend: „Ein dritter Titel wäre zwar schön. Aber ich gehe die Sache nicht verbissen an.“ Sein großer Traum bleibe es, einmal das Derby zu gewinnen.
„Silberhelm“ Roland Hülskath, der aus privaten Gründen (Taufe von Tochter Katja) verhindert war, wurde von Frederic Meisner telefonisch zugeschaltet und kündigte an, auch 2010 alles zu versuchen, weiterhin in der Spitzenguppe der Trabrennfahrer mitmischen zu woll
Ein „Heimspiel“ hatte der einstige Dauerchampion Heinz Wewering, der inzwischen in Hamburg ansässig ist. Er sparte nicht mit Lob für den aktuellen Zweifach-Champion Michael Nimczyk. Wewering: „Ich traue ihm durchaus noch den einen oder anderen Titel zu. Aber ich selbst will auch noch mitmischen. Meine Chefin Marion Jauß hat gute Pferde im Stall, so dass ich zuversichtlich bin, 2010 einiges erreichen zu können.“
Roman Matzky, mit 101 Trainersiegen 2009 gewinnreichster seiner Sparte, schwärmte von seiner herrlichen Anlage in Schöneiche und lobte seine Mitarbeiter Marisa Bock (sicherte sich das Championat im Trabreiten) sowie Thorsten Tietz. Auch Marisa Bock lobte die Trainingsbedingungen: „Unser Haupttrainingsgebiet ist der große Wald. Das war sicherlich für unsere Erfolge mitentscheidend.“
Der 19-jährige Lehrlings-Champion Tim Schwarma (Weeze) verriet, dass er auch ein ausgezeichneter Sprinter und die 100 Meter schon in 11,1 Sekunden gelaufen ist. Eilig hat er es jetzt auch im Trabrennsport. „Ich will möglichst schnell und erfolgreich sein“, sagte Schwarma, der sich im abgelaufenen Jahr auch schon den Titel des Vize-Europameisters bei den Nachwuchsfahrern gesichert hatte.
Rita Schockemöhle und Tochter Vanessa waren aus Mühlen angereist, um die Ehrung für den erneuten Deckhengste-Champion Diamond Way (18-maliger Titelträger aus dem Besitz von Alwin Schockemöhle) entgegen zu nehmen.Einige Championatsträger fehlten, vor allem wegen des winterlichen Wetters: Besitzer Detlef Tappe, Rita Drees als erfolgreichste Amateurfahrerin und Züchter-Primus Dr. Friedrich Gentz.
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