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Positive Umsatz-Entwicklung

Ex-Derbysieger Nu Pagadi verdiente 2009 am meisten

Berlin (MSPW) „Der läuft sogar bis zum Mond“, hatte der schwedische Spitzen-Fahrer Erik Adielsson (Malmö) nach seinem Triumph mit Ex-Derbysieger Nu Pagadi im Großen Preis von Deutschland Mitte Oktober in Gelsenkirchen über seinen Schützling gesagt. Satte 82.392 Euro gewann das „Juwel der deutschen Traber-Zucht“ (Adielsson) damals für seinen Besitzer, den Oberhausener Unternehmer Detlef Tappe.

Insgesamt brachte Tappes „Mondläufer“ 2009 satte 213.528 Euro an Prämien mit in den Stall zurück und war damit das gewinnreichste deutsche Trabrennpferd. Der fünfjährige Hengst schraubte seine Gesamt-Gewinnsumme durch seine neuerlichen Erfolge 2009 auf aktuell 305.728 Euro.

Nu Pagadi macht Tappe zum Besitzer-Champion

Außerdem sorgte Nu Pagadi dafür, dass Tappe in der Statistik der gewinnreichsten Besitzer 2009 erstmals auf Rang eins landete. Er gewann mit seinen Pferden bei insgesamt 47 Starts 256.170 Euro, war damit von Platz eins nicht zu verdrängen. Das Gestüt Lasbek des Hamburgers Günter Herz (212.059 Euro/75 Starts) und Marion Jauß aus Neritz (196.234 Euro/166 Starts) belegten die Plätze zwei und drei.

Besonders bemerkenswert: Allein das Preisgeld von Nu Pagadi im vergangenen Jahr hätte gereicht, um die Besitzer-Statistik – wenn auch nur knapp – zu Gunsten von Detlef Tappe zu entscheiden. Die nackten Zahlen freilich sind „Netto-Ergebnisse“. Berücksichtigt werden muss auch, dass die Kosten für so engagierte Besitzer nicht gerade „von Pappe“ sind.

Brioni weiter unter den Spitzentrabern

Der „Löwenanteil“ der Gewinnsumme von Günter Herz ging auf das Konto des Spitzen-Trabers Brioni, der in der abgelaufenen Saison 142.991 Euro „verdiente“. Den deutschen Fans dürfte besonders Brionis erster Auftritt in Deutschland am Breeders Crown (Züchter-Krone)-Wochenende Anfang November in Gelsenkirchen in Erinnerung geblieben sein, als der siebenjährige Hengst im Hauptlauf für fünf- bis siebenjährige Hengste und Wallache nicht zu schlagen war.

In der Besitzer-Rangliste mischten auch die Niederländer kräftig mit. Von den 20 gewinnreichsten Besitzern der Saison 2009 stammen sieben aus dem Nachbarland. Mit 166.245 Euro Gewinnsumme bei 19 Starts führte die Gerrits Recycling Group der Brüder Willem und Leendert Gerrits, denen unter anderem Derby-Sieger Zar As gehört, die Tabelle der Niederländer an, landete insgesamt auf Platz vier. Allein die Erfolge von Zar As brachten 158.330 Euro auf das Konto der Gerrits-Brüder.

Die meisten Starter bot 2009 Ulrich Mommert aus Berlin auf. Seine Pferde verdienten bei 394 Auftritten 82.886 Euro. Das reichte im Besitzer-Championat für Platz 15. Lediglich zehnmal schickte die Besitzer-Gemeinschaft Jürgen Franzen (Bremen) und Stall November (Michael Schröer/Unna) ihren Orso November an den Start. Mit Prämien von 157.950 Euro bescherte er seinen Besitzern in der Statistik Rang fünf.

Effizienter Rennbetrieb führt zu steigenden Umsätzen

Die Umsatz-Entwicklung war 2009 positiv. Denn vor allem der aussagekräftige Umsatz pro Rennen konnte im Bereich des Hauptverbandes für Traber-Zucht (HVT) deutlich gesteigert werden. Waren 2008 bei insgesamt 2.500 Prüfungen im Schnitt 10.141,94 Euro umgesetzt worden, waren es 2009 bei 2.340 Rennen durchschnittlich 11.303,12 Euro.

Das entspricht einer Steigerung um 11,45 Prozent!Obwohl 2009 auf den HVT-Bahnen exakt 160 Rennen weniger ausgetragen wurden als im Jahr zuvor, stieg auch der Gesamtumsatz erstmals seit vielen Jahren wieder an. Insgesamt 26.449.310 Euro flossen durch die Totokassen, was einen Zuwachs von etwas über einer Million Euro oder um 4,32 Prozent ausmacht.

Für diese Steigerung sorgte der weiter angewachsene Anteil des Außenumsatzes. So wurden 2009 insgesamt 16.456.920 Euro außerhalb der Rennbahnen gewettet (Vorjahr: 14.243.254). Pro Rennen waren das 7.032 Euro (Vorjahr: 5.697 Euro), also 23,4 Prozent mehr als 20

Nur leichtes Minus beim Bahnumsatz

Der Bahnumsatz ging 2009 nur leicht zurück. An 236 Veranstaltungstagen
(2008: 249) wurden 10.711.876 Euro (Vorjahr: 11.111.587 Euro) auf den Trabrennbahnen selbst umgesetzt. Im Schnitt wurden damit von den Besuchern pro Rennen 4.270 Euro (Vorjahr: 4.444 Euro) gewettet.

Noch nicht berücksichtigt sind dabei die Umsätze auf der Trabrennbahn in Hamburg-Bahrenfeld, die in den Jahren zuvor unter der Regie der Deutschen Traberliga veranstaltet hatte und erst seit dem 1. Januar 2010 vom HVT-Partner Win Race vermarktet wird.