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Jeweils 20.000 Euro Preisgeld
In vier mit jeweils 20.000 Euro dotierten Vorläufen werden an diesem Nachmittag die zehn Kandidaten für das „große“ Derby-Finale am nächsten Sonntag gesucht, für das sich die beiden Erstplatzierten sowie die beiden zeitschnellsten Dritten qualifizieren.
Mit von der Partie sind die Sieger aus allen wichtigen Jahrgangsprüfungen: Super Neo, zweijährig Sieger im „Winterfavoriten“ und der „Breeders Crown“, Finca, die einzige Stute im Feld, die als Youngster die „Breeders Crown“ gewann, Gilbert Becaud, der sich in dieser Siegerliste des „Jugend-Preises“ eintrug, Velten Couture, dessen Stern im „Diamond Way-Rennen“ aufging, sowie Unikum, der ihm vor 14 Tagen im „Buddenbrock-Rennen“ eine denkbar knappe Niederlage beibrachte.
Velten Couture (Hans Joachim Tipke) hinterließ nach einer sechswöchigen Rennpause auch auf dem Ehrenplatz einen ausgezeichneten Eindruck, weshalb er sich den 1. Vorlauf eigentlich nicht entgehen lassen dürfte. Der nach acht Engagements immer noch sieglose Picasso zeigte sich in diesem Rennen gewaltig verbessert, als er nicht einmal zwei Längen dahinter Rang drei belegte. Der Dunkelbraune wird nach einem Besitzwechsel nun von Europameister Roland Hülskath gesteuert.
Drei Formen in 1:15-er Zeiten und ein aktueller Sieg sprechen für den aus Dänemark angereisten My Muscles Yankee, für den Heinz Wewering als Partner auserkoren wurde. Mit drei Siegen und einem Ehrenplatz kommt Amoor Kievitshof aus Holland, doch hat der am Toto stets unter pari notierte Wallach Konkurrenten von diesem Kaliber noch nie gesehen.
Armstrong Transs R, der sich als Dritter in der „Buddenbrock“-Entlastung eine neue Marke holte, rangiert über den zu Unsicherheiten neigenden Dschingis Khan und Giro. Der frische Dinslakener Sieger Daniello Bo muss sich in dieser Gesellschaft erst noch beweisen.
Die im „Buddenbrock-Rennen“ beim Einsatz auf der Gegengeraden von den Beinen geratene Finca (Hugo Langeweg jr.) bekommt es im 2. Vorlauf mit Mary's Boy (Robbin Bot) zu tun, der sich am selben Tag die Entlastung holte, ohne alle Karten aufdecken zu müssen.
Diese beiden Teilnehmer scheinen über der Konkurrenz zu stehen, zumal Victory Love zweimal Grenzen erkennen musste, der „Breeders Crown“-Zweite Like that Diamant in dieser Saison bei zwei Starts ebenso oft am Turm landete und auch Gilbert Becaud in diesem Jahr noch alles schuldig geblieben ist.
Das könnte die Chance für einen weiter geförderten King sein, der als Fünfter der „Buddenbrock“-Entlastung seinen Rekord um mehr als drei Sekunden drückte. Die ebenfalls erst wenig geprüften San Siro BR und Provider stehen vor einem sehr schweren Gang.
Nach fünf Platzierungen könnte Garant (Michael Nimczyk) im 3. Vorlauf endlich einmal das bessere Ende für sich behalten. Im „Buddenbrock“ musste er sich das Rennen außen selbst gestalten und machte mit diesem Handicap als Vierter eine durchaus gute Figur. Herausgefordert wird der Gast aus Finnland von Baron W. (Michael Schmid), der in der Entlastung als Zweiter das verpatzte Comeback aus Gelsenkirchen korrigierte.
Sahir und der „Diamond-Way“-Zweitplatzierte Armando Kievitshof, die vor einem Monat in Gelsenkirchen eins/zwei waren, erheben gleichfalls Ansprüche auf ein Finalticket. Der die Berliner Hoffnungen tragende Golden Sunlight und ein auf den Beinen bleibender Emblem werden sich steigern müssen, wenn sie mehr als eine kleine Prämie mitnehmen wollen. Noch schwerer trifft es der sieglose Granato an.
Mit Unikum, für den wieder Heinz Wewering verpflichtet wurde, startet im 4. Vorlauf der Sieger aus dem „Buddenbrock-Rennen“, der vor zwei Wochen an gleicher Stätte ausgetragenen „Derby“-Generalprobe. Nach Lage der Dinge dürfte der Hengst kaum zu bezwingen sein. Vielleicht zieht sich Super Neo (Thomas Panschow), der zuletzt als Fünfter noch sehr weit geschlagen war, mit einer weiteren Steigerung hinter dem Favoriten am besten aus der Affäre.
Baltimore As, der einen aktuellen Sieg aus Hamburg von der Kurzstrecke mitbringt, ist aber ebenfalls auf dem Ehrenplatz möglich. Toolbox präsentierte sich in den Vorbereitungsrennen von Mal zu Mal gesteigert und gefällt daher klar besser als Van Diesel, der beim Comeback als Dritter nicht viel verraten hat. Der Vielstarter Georgies Boy und der erst seinen zweiten Auftritt absolvierende Automatic Frisia sind nur krasse Außenseiter.